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Discussion Starter #1
hallo freunde, was haltet ihr von dem gedanken, in einen 2600 TS eine V8-Montreal-Motor einzubauen. Getriebe vor der Hinterachse wegen der Lastverteilung und die Lenkung auf Servo-Zahnstange umzubauen.
Anstatt der Einspritzanlage auf Falstromvergaser umzurüsten, a la Ferrari.
Hättet Ihr Vorschläge oder Ideen für so ein Projekt ? Karosserie, Achsen, Motor und Getriebe hätte ich schon
Bernhard
 

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Da die Frage schon in Deutsch ist...

Der Umbauaufwand wäre sicherlich enorm. Der komplette Unterboden müsste umgeschweißt werden, um Platz für das Transachse Getriebe zu machen. Der Motor könnte vorne schon reinpassen, aber die Aufnahmen müssten sicher auch neu gemacht werden.

Am Fahrwerk/Bremsanlage könnte mit den geänderten Leistungs- und Gewichtsverteilungswerten auch nicht viel beim alten bleiben...

Kannst Du sowas selbst machen? Jemanden zu bezahlen, dann könnte man sich auch sicher nen Porsche Jahreswagen von kaufen...

Also es gäbe viel zu tun, aber Wunder gibt es immer wieder...

Viele Grüße aus Deutschland
Clemens
 

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Discussion Starter #3
touring - 8-zylinder

hallo clemens, bin selber karosseriebaumeister und kfz-mechaniker und hab schon so einige wagen restauriert und umgabaut. mess- u. richtstand ist auch da. lediglich im bereich der hinterachse müßte der boden umgabut werden fürs transaxle. die motoraufhängung anzufertigen ist nicht die welt. natürlich die vielen vielen kleinigkeiten, was aber kein wunder darstellen würde wie du meinst. da hat es schon ganz andere sachen gegeben. das fahrwerk und die bremsen vom 2600 sind derart gut, natürlich nur die 2. ausführung und wenn alles perfekt aufgebaut und abgestimmt ist. da dürfte eher die feder- dämferabstimmung das thema sein. der reiz ist der, ein absolutes spitzenauto mit extrem starker karosserie (stärker als jede pagode) mit einem original alfa 8-zylindermotor aufzubauen. damits auch gesamtheitlich passt, auf vergaser umzurüsten.
hab selber schon mehrere ferraris gehabt (512bb u. 365 ..), brauch nicht wirklich einen, da ich nicht der typische ferrari-fan oder liebhaber bin.
den herrlichen 2600er touring-spider einfach technisch und im innenraum zu verfeinern reizt mich, da der 2600er einfach verkannt ist und eine extrem schöne form hat, dem einfach nur das finish fehlt ........
alleine schon der geschichte wegen - alfa, carrozzeriea-touring und orig. 8-zylinder. das hat schon richtig geschichte geschrieben ...........
 

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Mein Vater hat nen Sprint Serie 1,5, also Optik Serie 1 und Technik Serie 2 (die perfekte Mischung).

Das Fahrwerk hat sehr vom Umbau auf moderne Reifen profitiert. Mein Vater hat umgeschweißte Original Stahlfelgen, die anstatt 4,5x400 nun 8x15" haben mit 195/70 Reifen. Originalitätsfetischisten sträuben sich, aber es fährt wie ein anderes Auto.

Warum nicht den schönen 2600er Motor tunen. Ich weiß nicht ob Dir der Name Lauffenberg etwas sagt, aber er hat in den 80er Jahren nen aufgebohrten 2600er Motor für den Rennsport aufgebaut. Das Ding muss wie die Hölle gelaufen sein, weit über 200PS, die Karrosse erleichtert wo es geht usw, das fände ich persönlich interessanter...sozusagen ein 2600 GTAM ;-)

Wenn man die finaziellen Mittel hätte, wäre es sicher supergenial, damit im historischen Tourenwagenrennsport die Ferraris, Maseratis usw zu ärgern...

Das Ding hat damals ein paar Mal ein semiprofessioneller Rennfahrer gefahren. Er wollte, dass man den Bremsservo abklemmt, weil ihm die Bremse zu giftig war...

Gruß Clemens
 

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Discussion Starter #5
tradition - v8

im grunde möchte ich kein wettbewerbsfahrzeug aufbauen, da ich keine rennen fahre. ein guter freund von mir ist bei AVL-list in graz, weltweit die erste adresse für die entwicklung von serien- u. rennmotore (ferrari, mercedes, bmw ........ ), wo er techniker für rennmotore ist. den 2,6 haben wir uns schon angesehen, wobei der motor richtiges potential hätte. man könnte locker 250 ps rausholen bei ca. 3,2 l. das wäre kein so großes problem, aber ich möchte einen besonderen wagen aufbauen, der mehr kult- als renntraditon verkörpert.
grundsätzlich einen wagen der zur marke alfa geschichtlich passt - touring-karosserie, 8-zylinder, edel, in einem wort - was ganz feines. da bietet sich er 2600 touring-spider als basis mit v8-montrealmotor einfach an.
dann noch ein schönes armaturenbrett mit lack, chrom und leder, sowie etwas breitere borranis ................
wie die tradition von alfa eben
 

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AVL List Gruppe sagt mir was, ich studiere Fahrzeugtechnik und bin in einem studentischen Rennteam, dessen Hauptsponsor AVL Deutschland ist ;-)

Dein Projekt klingt wirklich ansprechend, aber ich würde den trotzdem den 2600er Motor tunen. Ich könnte mir vorstellen, dass man ne größere Hutze auf der Motorhaube bräuchte, um die 8 Ansaugtrichter der Fallstromvergaser unterzubekommen und ich befürchte, das könnte dem Design des Autos schaden, was meinst Du dazu?

Vor langer Zeit hab ich mal ein Bild von einem von Autodelta getunten 2600er Motors gesehen mit komplett anderem Zylkopf. War aber wenn ich mich richtig erinnere in einem Rennboot der Antrieb...

Gruß Clemens
 

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Alfatradition ?

Hallo ihr zwei!
Da ihr schon so schön deutsch sprecht, will ichs mal in der Muttersprache versuchen. Wenn du schon von tradition sprichst, dann bleib beim Orginalmotor. Ich hab in den 80gern versucht einen Montymotor in einen Zagato einzubauen, ging leider nicht. Mich hatte immer das leistungsdefiziet der Alfamotoren gestört, habs ebenso mit einem Fiat Dino V6 probiert, aber ich hätte zuviel umbauen müssen.
Der 2600 Spider ist für mich einer der schönsten 60ger jahre Spider, vergleichbar mit dem Maserati 3500 Vignale und wesentlich eleganter als der Ferrari 250 GT S II PF Spider.
Ich würde Motor,Getriebe, Fahrwerk und Bremsen überarbeiten, sowie breitere Borranis dazu und fertig. Das Armaturenbrett des Alfas ist eh schöner, als die der oben genannten Autos.
V8 gab es nur bei den Tipo 33 und dem Montreal, die beide sehr schöne, aber unausgewogene Autos waren.
Ich würde eher von einer TZ-2 Replica mit Montrealmotor träumen.
Schöne Grüsse aus Chile
Jörg
 

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Monty V8

Hallo,
Erst mal möchte ich dir zu dieser Restauration gratulieren. Ich habs vor 25 Jahren mir einem 1300 Junior Zagato versucht, bin aber jedes mal am Lenkgetriebe gescheitert. Meine Freunde fuhren Lotus und ich wollte mithalten. Als mir dann bei einer Autobahnverfolgungjagt eines Renault Alpine A 310 V6, dann beim runterschalten auf der Ausfahrt, das Schwungrad abriss und in der Seitenwand stecken blieb, wollte ich einen grösseren Alfa Motor einbauen, sogar den Dino V6.
Ich weiss nur Auto Neuser baute einen Spider mit einem 3 liter V8 Turbo. Sie haben aber den ganzen Vorderwagen, um 10 cm verlängert.
Später habe ich gehört das bei der TH Aachen eine 2.0 Berlina mit Monty Motor gelaufen sei, habe das Auto aber nie gesehen.
Bin mal gespannt, wie weit du mit deinem Projekt kommst, da ich noch einen 2000 Touring habe. Ich fand den 2000 immer nur zu lahm und den 2600 zu kopflastig, vielleicht kannst du dies ändern.
Hier in Chile habe ich längere Zeit einen Maserati Vignale Spider gefahren, muss aber sagen, der Alfa gefällt mir besser, innen, wie aussen.
Vielleicht berichtest du ja, wies weiter geht.

Schöne Grüsse

Jörg
 

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Wenn schon V8 und Transaxle, warum nicht den 2600 in Frieden lassen und gleich einen 116 GTV mit V8 umbauen mit viel weninger aufwand. Der Konstruktor Busso hatte selbst gesagt dass eine V8/ Transaxle wäre die Traumkombination! Das hatte auch Autodelta selbs gebaut. Ich habe selbst vor vielen Jahren ein solches Auto gebaut und das war ein Grossartiges Auto, die ich vielleicht nacmachen muss. Aber dann in 3L ausführung, mit elektronische Einspritzung und rund 300 PS.
Mit Deinen Project wünsche ich viel Glück, es wäre interressant mit Fotos unterwägs!
 

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Discussion Starter #12
Hallo Freunde, grundsätzlich ist es so, dass der 2600 TS auch mit dem 6-Zylinder eín Traumwagen ist. Wie gesagt, ich möchte keinen GTA-Rennwagen bauen, sondern einen eleganten, edlen Alfa, wie es ihn in der Nachkriegszeit leider nicht mehr gegeben hat. Genau wie Odin der Ansicht ist, das der Alfa das bessere und schönere Auto ist als der Maserati Vignale-Spider.
 

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Anregung

Hallo Freunde, grundsätzlich ist es so, dass der 2600 TS auch mit dem 6-Zylinder eín Traumwagen ist. Wie gesagt, ich möchte keinen GTA-Rennwagen bauen, sondern einen eleganten, edlen Alfa, wie es ihn in der Nachkriegszeit leider nicht mehr gegeben hat. Genau wie Odin der Ansicht ist, das der Alfa das bessere und schönere Auto ist als der Maserati Vignale-Spider.
Hallo touring63,
Erstmal Danke, für deine Zustimmung.
Als nun schon gestandener Alfisti, möchte ich nun mal ein bisschen weiter ausholen, obwohl es vielleicht nicht der richtige thread ist, aber hoffe, das wir ein paar deutschsprachige Mitglieder finden, die dadurch auch ein wenig angeregt werden, mitzumachen.
Generell finde ich dieses Forum sehr gut, aber doch ein wenig zu amerikanisch und leider sehr rassistisch, wenn ich das thread 'goes the sportscar to the DoDo Bird' lese.
Für mich waren Alfas immer schöne Hightec Gebrauchssportwagen gewesen. Die VorkriegsKlssiker möchte ich mal aussenvor lassen.
Ich habe mit einem geschenckten 1750 Bertone angefangen und aus Kostengründen, die Wartung, als Student selber übernommen. Sie waren alt, rostig ein bisschen klapprig und es gab Autos und Ersatzteile für wenig Geld. Im Winter gab es immer genügend Alfas, wie Alfa Sud, Alfetta und Giulietta. Die durch ihren klang und ihrer Technik, immer zweierlei dienten, Fahrspass und Ersatzteile. Ich werde nie eine fahrt mit einem meiner Suds nach Wien, Tauernpass, Venedig, Verona und über der Brennerlandstrasse, zurück nach Deutschland vergessen. Der Sud hatte ein altes Cupfahrwerk und Corsafelgen mit Reifen. Bei antritt der Fahrt waren letztere neu und hinter Innsbruck hatte ich Slicks. Die Kiste ging wie die Hölle und ich hatte im meinem Leben noch nie soviel Fahrfreude. Leider starb er eines frühen Rost todes, aber ich werde ihn nie vergessen. Was für ein Auto.
Ich war mitte der 80ger mit der Leistung immer unzufrieden, da meine Freunde Lotus, oder Renault Alpine fuhren. Wir Alfafahrer fuhren auf der letzten Rille hinterher. Fahrwerksmässig, wars nicht so schlimm, aber die Motoren hatten zu wenig Leistung. Wir haben alles mögliche versucht, ohne Erfolg. Dafür hatten wir die schöneren Autos, mit den besseren Klang. Am ende hatte ich dann erkannt, das die Giulia Super 2.0 besser schnell zu fahren war als Bertone oder Zagato.
Später kamen dann andere Autos, Lancia Fulvia 1.3 Monte Carlo, lag fantastisch, hatte aber wenig Leistung, keine Ersatzteile und ich mag lieber Heckantrieb, Dino 246 GT, bildschön, für mich, bei 194 cm länge sehr unbequem und führ den Stellenwert des Dinos, keine Leistung. Als ich dann eine kleinere Restauration anfing, was für ein Schrotthaufen. Er war zusammengebraten im wahrsten Sinne des Wortes. Viele meiner damaligen Freunde fuhren Ferrari, tolle Leistung, schönes Flair, sehr schlechtes Fahrwerk, extrem teure Ersatzteile und die Show. In der Eifel konnte keiner mit meinem Alfa mithalten. Die neueren, ab 365 GT-4 BB fuhren besser, sind meiner Meinung aber zu breit und für einen Sportwagen viel zu schwer und erst der Unterhalt, da denkt man zweimal darüber nach, ob man Gas geben soll, es könnte ja etwas Kaputt gehen.
1982 sah ich erstmals einen 250 GT SWB in Hockenheim auf der Rennstrecke. Der Sound bringt mir heute noch eine Gänsehaut. Der SWB ist für mich aus ästhetischen Gründen, das schönste Coupe aus den 60gern. Wie gerne hätte ich einen. Als sie noch bezahlbar waren, gab es keine und heute, wo es sie fast alle wieder gibt, kann man sie nicht mehr bezahlen.
In der Schweiz wollte ich mal eine Recreation auf 250 GTE Basis kaufen, aber ich pass in das Ding nicht rein. Ich bräuchte ein einen Dachhöcker, das das Auto hinterher wie ein Dromedar aussähe, vom Fussraum ganz zu schweigen.
Das Auto was ich sehr gerne gefahren habe, als ich familienbedingt ruhiger wurde, war der Giulia Spider. Mit zwei Webern und anderen Nockenwellen konnte ich gut mit den neueren Autos mithalten und sass zum erstenmal ganz entspannt in einem Alfa. Er fuhr sehr spektakulär mit viel Seitenneigung und ich fühlte mich schneller, als ich war. Tolles Fahrgefühl und ich möchte gerne wieder einen haben. Nebenbei folgte ein 2000 Touring Spider, den ich heute noch habe. Er ist für mich nach dem Ferrari 250 GT 1.Serie Cabriolet, das eleganteste Cabrio der frühen, bis späten 60ger. Den möchte ich gerne mal modernisieren, da ich ihn fahren und geniessen möchte. Der 2600 hat den schöneren Motor, dreht wie ein 1300 mit Leistung, aber das Fahrwerk ist doch sehr altbacken. Hoffentlich kann unser Spezialist das verändern und gibt seine Erfahrung weiter.
Später kamen ganz andere Autos. Eine Zeitlang fuhr ich MG TC, hatte einen irren Fahrspass, wenn man eine Streichholzschachtel überfuhr, konnte man am Hintern fühlen, wie sich das Fahrwerk verdrehte. Er fühlt sich bei 50 kmh so an, wie ein Alfa ungefähr bei 270 kmh. Wirklich unglaublich. Schönes, lahmes, aber spektakuläres Auto. Man meint wie Vorkrieg.
Danach kam ein Jaguar XK 140 Roadster, den ich Rallyetauglich mit sehr viel Leistung aufbaute. Fährt wie ein Lastwagen, wunderschön und hat einen eigenartigen Sound. Als ein Freund einen Maserati 3500 GT Vignale Spider haben wollte und ihn dann doch nicht kaufte, nachdem ich ihn mit viel Mühen hierhin importierte, fuhr ich in meinen Augen, den besten 'Touring Spider', den es gibt. Grosser Irrtum. Fährt ähnlich, wie der Jaguar, sehr schwerfällig, weniger Leistung, irrsinnig teure Ersatzteile, schlecht verarbeitet, ich war von meinem Traumwagen enttäuscht.
Als ich dann einen 1938 Delahaye fand und ihn auf 'Course' umbaute, fand ich heraus, das Vorkriegsrennsportwagen einen ungeheuren Spass machen. Das Ding fährt besser als der Jaguar und besser als der Maserati, macht in allen Lebenslagen Spass. Ich tauschte beide gegen einen Vorkriegsrennwagen, nicht sehr orginal, wird in Argentinien, wie Orginal nachgebaut, ein Sound, irre, geht wie ein 'Zäpfchen' und man fühlt sich wie Carracciola. Mit ach und krach passe ich hinein, muss ohne Schuhe fahren, da ich beim Bremsen, mit meinem linken Fuss auch gleichzeitig die Kupplung trete, aber das Ding macht so einen Spass und so einen Krach, unglaublich, der Höhepunkt meines Oldtimerlebens.
Nebenbei fuhr ich auch andere Autos, wie Austin Healey, Mercedes Benz (190 SL - 300 SL), Porsche 356, 911 etc, aber sie lösen bei mir keine Leidenschaft aus. Lancia Aurelia B 20 GT, ein schönes Auto, tolle Technik, ist mir aber zu unbequem, habe Schwierigkeiten die Gänge zu wechseln.
Worauf wir wieder auf die Alfas kommen.
Ich hatte, bei einer Rallye in Argentinien, das Vergnügen, hinter einem 6C 2300 B MM hinterherzufahren. Auf kurvenreicher Strecke, konnte ich mit meinem preparierten Jaguar kaum mithalten. Konnte es kaum glauben. Hatte keinen schlechten Tag gehabt, der Jaguar lief einwandfrei, drehte über 7000 Umin, schönstes Wetter und der Alfa fuhr mir fast davon. Ich war wie elektrisiert. Aber so ein Auto ist so teuer, der Besitzer wollte damals,1997, 450.000 Dollar. Kann ich mir nicht leisten.
In Chile gab es ca. 6 Alfa Romeo 6C 2500 SS, alle wollten verkaufen und ich, nach diesem a.h. Erlebniss, wollte einen haben, fuhr sie alle ausgiebig Probe.
Welch ne Enttäuschung, wunderschöne Autos, aber null Fahrspass. Ich mag nun mal Sportwagen, die aktiven Fahrspass bereiten, die mir einen Kick geben, Gänsehaut bereiten, tolle Technik und guten Sound haben.
Ich will fahren, habe mit meinem Delahaye mehrmals die Andenpässe auf Schotterpisten, bei Regen, Schnee und Eis, ohne Verdeck überquert. Mein höchster Pass 4500 m hoch.
Die Oldtimer GPs machen mich krank, heute ist es nur ein Schaulaufen auf Stöckelschuhen, Schickimicki. Es fehlt der Bezug zu den Autos, das Geld ist wichtiger, man kauft heute Oldtimer, um sie morgen mit Gewinn weiterzuverkaufen. Was sind das für Liebhaber? Es werden Preise für Autos bezahlt, die unmöglich, oder überhaupt nicht fahren. Sie werden nur von Auktion, zu Auktion transportiert. Alle Händler reklamieren Höchstpreise und bieten über Jahre immer die gleichen Autos an. Es wird ein Markt propagiert, der nicht existiert. Alles was Mille Miglia tauglich ist und wenn es noch so lächerlich ist, erziehlt heute Preise, die man kaum glauben kann.
Hier im Forum wird über Orginalität gestritten,, sogar juristisch, das es einem die Haare sträubt. Welcher Vorkriegsrennwagen, oder Ferrari, Maserati, Osca etc. ist denn Orginal? Sollte man den ehemaligen Schweizer Ferrarisammler nicht besser einsperren, da er alle Autos, perfekt neu aufgebaut hatte?
Das ist für mich einfach lächerlich.
Ich träume heute von einer 1750 GTam Replica und werde mir eine kaufen, wenn ich nach Europa zurück komme.
Ein anderes Auto, was mir schlaflose Nächte bereitet, ist eine Giulia Super Gr.2 von Autodelta.
Ich habe zweimal welche in Deutschland gesehen, breit wie der GTam.
Sollte jemand Fotos von diesen Autos haben, bitte schickt sie mir.

So ich hoffe, meine Erzählung hat euch ein bisschen angeregt und ihr geht mit euren Erfahrungen, darauf ein. Egal, ob Alfa-Sud, Alfetta, Maserati, Lancia, Fiat, Ferrari, alles zählt. Die verschiedenen Erfahrungen und der Fahrspass ist wichtig.

Viele Grüsse

Jörg
 

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Discussion Starter #14
hallo jörg, nimmst mir die worte von der zunge. absolut gut was du geschrieben hast. es gibt hier nur eine handvoll leute die deutsch verstehen, weshalb da nicht wirklich viel kommen wird.
andere frage, was hat dich argentinien verschlagen und wie ist die szene dort bzw. wie lebt sich. gibt es dort tatsächlich einige nachbaufirmen ? argentinien kommt in letzer zeit auffällig oft vor.
 

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Argentinien

Hallo touring63,
Danke für deine antwort. Eine richtige oltimerszene gibt es in chile nicht. Vor ca. 20 Jahren haben einige sehr reiche leute angefangen, alles an alten autos aufzukaufen. Da ihnen die europäische technick zu aufwendig war, haben sie sich auf us classiker beschränckt. 2 Holländer haben fast alle europäischen autos gekauft. Dort sah ich dann Alfa Romeo 6C 2500; RL SS Giulietta Mercedes 300 SL Iso Grifo etc. Einer von ihnen ist sehr gut mit Louwman befreundet und hat fast alles, was sich lohnte nach Holland exportiert. Ich habe hier einige autos gesucht und wenig gefunden. Chile war immer ein sicheres Land, weswegen die meisten autos schon in den 70gern hier verschwunden sind. Da es hier fast russische verhältnisse sind, sind ältere autos mit allen möglichen teilen am leben gehalten worden, stark modifiziert, eigentlich fast kaum wiederzuerkennen. Ich habe dann angefangen, für einen chilenen zu arbeiten und mehrere autos aus europa und US hierhin importiert. Hier zählt die menge. Es werden jedes jahr 2 oder 3 autos, bis zu einem werte von 100.000 dollar hereingeholt und da man offiziell keine autos die älter als ein jahr sind bringen darf, geht dieses nur mit tricks. das andere problem ist, der chilene hat eine menthalität, er will nichts bezahlen. Ich habe hier für fast 2 millionen dollar autos verkauft und eigentlich nichts dran verdient. Es lohnte sich nicht. Restaurationen lohnen sich auch nicht, da wie gesagt, sehr sehr reiche leute in chile zahlen, wie sie wollen und wann sie wollen.
Das ist das generelle problem von südamerika. Es gibt hier einen geringen prozentsatz von reichen leuten, die innerhalb kürzester zeit sehr viel geld verdient haben und es nur für sich ausgeben, während der grossteil der bevölkerung von der hand im munde lebt. Ich kenne in chile mindestens 20 dollarmilliardäre, denen gehört fast das ganze land. Das problem ist, was machst du mit deinem geld. Du wohnst in einem riesen haus, mit angestellten, hinter gitter, mit wachleuten, bewegst dich immer im selben kreis, hast häuser in allen möglichen gegenden, ein freund von mir hat alleine in Santiago 350 Häuser plus 4 Farmen mit über 100.000 ha. plus ca.200 alte autos und lebt wie ein gefangener hinter gittern. So möchte ich nicht leben. Ich habe einen Deutschen aus Köln kennengelernt, der im sehr grossen Stil alte autos aus Südamerika und Kuba ferausgeholt hat. Er lebt mit 8 Leibwächtern in Sao Paulo, das ist für mich blanker Wahnwitz.
Generell will der Sädamerikaner dein Fachwissen, linkt dich aber wo er kann.
Ergo, man zieht sich zurück und macht die dinge, die man will.
In Argentinien ist es genau so, mit dem unterschied, das es generell reicher und noch korrupter ist, aber durch seinen hohen anteil an italienischen einwanderen, viel kultur hat, eine grosse autokultur und du, wie in England firmen findest, die dir alles produzieren. Sie haben auch eine sehr grosse renntradition. So kannst du mit Nachbauten oldtimerrennen fahren. Ich glaube fast, das die argentinier, von allen autos, die sie verkauft haben, exakte Masse genommen haben und wenn du willst nachbauen.
Jorge Anandon baut zum Beispiel den Bugatti 35 C nach. Die kopie ist so exakt, du kannst ihn nicht vom orginal unterscheiden. Über einen freund, der viele nach frankreich, oder Spanien exportiert hat, habe ich meinen gekauft.
Diese Replikas kosten heute ca.120.000 dollar. Find ich genial.
Nestor Salerno hatte die Reste von einem Lancia D 24 und von einem Ferrari 375 MM gehabt und baut sie nach, d.h. er baut chassis, Karosserie, sowie einige spezielle Teile. Nebenbei baut er in grösseren stückzahlen den maserati A6 GCS Monofaro, mit Fordtechnick nach, der in Argentinien wie der Lotus 7 ist. Den gibts auch. Desweiteren gibts Maserati 300 S, 450 S. Alfa 6C 3000 CM, 1900 Disco Volante prototyp, conrero barchettas, alle mit exakt nachgebauten gitterrohrrahmen und alubody. Schau mal auf die Webseite von ASA-Argentina. Ein anderer hat einen, von den 12 orginalen Delahaye 135 Course, er baut ihn nach mit alter Delage oder Delahaye technick. Der arbeitslohn ist gering in Argentinien und der technische standart hoch.
Wenn du diese autos fahren willst, finde ich das gut. Ich hätte angst, mit einem Sündhaft teuren orginal zu fahren, es könnte was kaputt gehen und an die Versicherung möchte ich gar nicht erst denken. Das ist eine andere Liga.
Ich möchte nur mit alten autos, spass am fahren haben und das so lange es geht. Früher waren meine Alfas meine normalen Strassaenautos für den alltagsverkehr, heute geht das in Europa wohl nicht mehr?

Was mach ich hier? Ich habe mir vor ein paar Jahren 80 ha. Land gekauft und dort Eucaliptus gepflanzt. Hier in chile wächst ein baum, klimabedingt 8 mal schneller als in Europa. Eine Fichte braucht 15-18 Jahre, bis sie schlagreif ist und ein Eucaliptus 8 Jahre. Der Eucaliptus wächst von alleine 3 mal wieder nach, bevor ich neu pflanzen muss. Er ist sehr anspruchslos, einmal düngen reicht. Da Chile mitlerweile die nummer 1 in zelluloseproduktion ist, ein rundes geschäft. Ich muss nur die ersten 8 Jahre überbrücken, vervierfache mein Kapital und habe eine lebenslange Rente. Der ha bringt ca. 10.000 Dollar in 8 Jahren an gewinn. Da Chile ein Steuerabkommen mit der EU hat, brauche ich nur meine Steuern hier zu bezahlen, Mehrwertsteuer und sonst nichts. Die bodenpreise haben hier seit über 20 Jahren eine aufsteigende tendenz, so das mein risiko gering ist. Die EU subventioniert auch einen grossen Teil der aufforstung.
Derweil hüpfe mich mit meinem Ford Bronco durch den Wald und lass den lieben Gott einen guten Mann sein.
Da die hauptkriminalität in Santiago ist, lebe ich hier im Süden ohne Gitter und Wachmannschaften, Sorgenfrei ausserhalb einer Kleinstadt, mit 1.3 ha Garten, 2 Autominuten vom Zentrum entfernt.
Du hast keinerlei Kultur, Italien und der Rest von Europa ist so weit weg und Du hast hier null angebot. Wenn du mal schön rausgehen willst, wie in Europa must du nach Buenos Aires fahren(1800 Km). Hier in Chile gibt es nichts, ausser grossartiger Natur, gutes Klima, sauberes Waser und guter Luft.
Deswegen möchte ich wieder nach Europa zurück und nur ab und zu mal nach meinem Wald schauen. Dieses Projekt, möchte ich weiter ausbauen.

bis bald

Jörg
 

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Discussion Starter #16
absolut interessant, nur die falschen fünfziger, die sich sehr weit im kriminal bewegen, gibt es auch hier und nicht zu wenige. Gerade im Autogeschäft bewegen sich wegen der steigenden Preise und dem großen Handlungsspielraum immer mehr Gauner. Wo ist die Zeit nur, wo Oldtimer-Liebhaber (Gott sei Dank) als irgendwelche Spinner angesehen wurden und zum Spass ins Grüne gefahren sind.
Ich hab an einem sehr interessanten Wagen für die Ennstal-Classic die letzten Tage für einen Freund gearbeitet, was ja das Paradebeispiel für die versaute Oldtimerszene darstellt. Als Europäer musst Dich aber gewaltig langweilen in Chile wie Du das Land so beschreibst.
Oldtimer haben die Holländer alle aufgekauft ? Wäre es nicht interessant diese Nachbauten zu exportieren ? Wie sind die Bestimmungen überhaupt für den Export ? Wie ist die Qualität dieser Wagen ? Gibts da nicht auch einen Nachbau des SSK ?
 

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Hallo Jörg!

Vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung über Autos und Südamerika, sehr schöne Einblicke!

Gauner gibt es überall, aber ich denke, die Infrastruktur und Organisation (Polizei usw) ist hier in Europa sicher ganz anders, so dass Gauner in Südamerika leichteres Spiel haben... Dafür fühlt man sich hier in Deutschland öfters von den vielen Paragraphen, Steuern usw erdrückt, ich denke solche Probleme hast Du wiederum weniger...

Nen alten Alfa als Alltagsauto? Das geht schon. Nicht ohne Stolz kann ich erzählen, dass ich als einziges Auto meinen 1750 GTV habe. Zugegeben, ich studiere Fahrzeugtechnik, somit sehe ich das Auto nicht nur als Leidenschaft, sondern auch als Möglichkeit, theoretisch gelerntes auch mal praktisch in der Hand zu haben (auch mal in Einzelteilen). Außerdem fahre ich während des Studiums nicht allzu viel (normal ca 8000km pro Jahr) nur jetzt bin ich für ein halbes Jahr im Praktikum in der (Automobil-)Industrie und fahre mit dem Alfa ca 400-500km pro Woche, was bei dem Praktikantenlohn und dem nicht gerade billigen Sprit mir ziemlich die Haare vom Kopf frisst.

Aber den Alfa geb ich nie mehr her, und wer weiß, vielleicht darf man bald nicht mehr mit den alten Kisten fahren... Feinstaub, CO2 und was weiß ich, was denen in Berlin noch alles einfällt...

Viele Grüße nach Übersee
Clemens
 

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Südamerika

Hallo ihr zwei,
schön das sich auch Clemens beteiligt.
Es gab hier in Chile mal eine interessante Studie. Von der Gesamtbevölkerung, sind ca.20 % oberer Mittelstand und reich. Aber generell sind 80 % der armen ehrliche Arbeiter und 20 % kriminell, bei der 'Oberklasse' ist es genau umgekehrt.
Ich glaube der Rest der Welt ist davon auch nicht weit entfernt, zumindest was die alten Autos betrifft.
Da wird gelogen und betrogen, das sich die Balken biegen, ist ja auch logisch, wenn ich ein Auto nachbaue, sagen wir einen Alfa 8C 2300 Monza, was kostet mich das? 300.000 Dollar?, Ferrari Maserati usw. die sind fast alle nachgebaut und viele haben damit sehr viel Geld verdient.
Vom Mercedes Benz SSK gibt es noch 5 einigermassen orginale Autos, aber es fahren 50 rum, die auch orginal sind.
Ein Mr. Bennet hat 1972 den Mercedes von Zatusek in Argentinien gekauft. Zatusek war ein berühmter Rennfahrer, der bis in die späten 50ger mit dem SSK Rennen fuhr.
Dieses Auto wurde in den USA in seine Einzelteile zerlegt und aus diesen 3 komplette Autos aufgebaut. Der betrug fiel dann in den 90gern in Deutschland auf, als alle in Deutschland waren. Alle sind ein bisschen orginal, aber alle drei ergeben nur ein Auto. Ich habe zumindest 2 bei der MM gesehen.
In meinen 14 Jahren in Südamerika, ist mir auch schon öfters der Zatusek SSK; von seinem Neffen angeboten worden.
Alles ehrliche Geschäftsleute. Ich glaube wenn man bei der MM, oder in Pebble Beach mal Materialproben machen würde, gäbe es diese Events nicht mehr und das jemand so blöd ist, einen grossen Geldbetrag für ein Auto auszugeben, was nicht echt ist, glaube ich auch nicht. Das ist nur Bauernfängerei.
Sie werden geduldet und ich finds richtig. Ich finds besser einen orginalen Nachbau in Natura zu sehen, ihn fahren zu sehen, als ihn nur in Büchern abgebildet. Aber die Show ums Goldene Fliess, grausam.

Clemens ich kann dich nur warnen, mit einem 1750 GTV, fing bei mir der ganze Wahnsinn an. Meine Freundinnen mussten Stundenlang auf mich warten, da es immer was zu tun gab.

Ich weiss, das ein Händler in Belgien, einige der Nachbauten nach Europa exportiert, den Maserati 450 S zB, hab ich schon gesehen. Die Bugattis sowieso.
In Uruguay gibt es eine Replica vom SSK, mit moderner technik, Legatti vertreibt diese in Deutschland.
Der beste Nachbauer sitzt in Parana, Jorge Anandon, vorsicht ein Schlitzohr! aber er kann alles bauen. Von 'Lookalike', bis 100 % Orginal.
In Barcelona gibt es einen Chilenen, Patricio Chadwick, ein chilenischer 'Wundermillionär', mit ca.300 Autos. Er hat Wracks überall aufgekauft und lässt sie bei Anandon neubauen, vom Cisitalia, Pegaso, Hispano Suiza, Bugatti, was immer du willst.
Wenn du möchtest, Touring, kann ich dir bei kontakten behilflich sein.
(Wie heisst du eigentlich?)
Was ich gerne machen möchte: Mir fehlt ein 50ger jahre Sportwagen, den ich fahren kann.
Ich finde in den 50gern haben die Autos ein schöneres Design gehabt, besser noch als in den 60gern, aber das fahren ist bis auf wenige Ausnahmen nicht sehr berauschend.
Das simpelste Auto ist der Jaguar, einfach zu unterhalten, viele moderne und verbesserte Neuteile. Den 300 SL finde ich zu langweilig und ich mag das scheppernde Motorgeräusch nicht, die Ferraris sind in meinen Augen für jemanden der fahren will, zu teuer und unmöglich und abenteuerlich zu fahren.
Mit bem BMW 507 habe ich keine Erfahrung und auch nicht das Geld.
Ich liebe aber italienische Sportwagen.
Das Auto, das mich am meisten antörnt, ist der Maserati A6 GCS-53 Frua Spider #2054. Das ist för mich die richtige Mischung aus Renn- und Sportwagen. (Könnt ihr auf der Webseite Conceptcarz.com finden)

Wie wäre es, den nachzubauen?
Das Chassis gibts in Argentinien (Maserati 300 S, A6 GCS Monofaro)
Die Karosserie, kann man auch dort bauen lassen.
Mechanik 1.Maserati 3500-3700 ist aber ein langhuber wie der Jaguar,
mit schlechter, teurer Ersatzteilversorgung.
2.Alfa Romeo 2600, Ersatzteilversorgung? Ein von der Charakterisik,
sehr ähnlicher, drehfreudiger Motor.
3.Alfa 3.0 V6 aus dem 75. (300 S Chassis hat das Getriebe hinten)

Würde man sowas in Europa zugelassen kriegen? Das wäre in meinen Augen, die schönste Fahrmaschine, seid der Erfindung des Rades. Ich mag zwar vom Design her lieber Coupes, aber Spider haben was für sich.
Schreibt mir mal eure Meinung darüber

Grüsse

Jörg
 

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Discussion Starter #19
du bist ja noch verrückterer wie ich mir gedacht habe. aber das klingt alles sehr sehr interessant. hab selber 6 stück 2600 Touring-Spider von Zustand 1-5. einer steht zur zeit im meilenwerk beim alfa-classic-center. wollte ihn inzwischen verkaufen und die unrestaurierten auch wegen einem vignale-spider. hat sich aber gott sei dank nicht ergeben. der 2600er ist von der karosserie derart steif gebaut und wie wir ja einer meinung sind, eines, wenn nicht das schönste 60er-jahre auto. ich habe einen wirklich sehr sehr schönen, bilder sind schon in einem anderen thema zum ansehen, aber ich möchte einen noch besseren, absolut perfekten, der was von maserati und ferrari hat. ich will keinen ferrari. hatte schon mehrere und maserati habe ich meinen unrestaurierten 3500 gt coupe vor 3-wochen über ebay verkauft. ich bleib bei alfa. teile habe ich unmengen vom 2,6er und könnte wahrscheinlich alleine aus teilen noch 2 aufbauen. ich habe auch eine fertig geschweißte, rhd-karosserie wo es nur etwas über 100 stück gegeben hat und eine rostige lhd-karosserie. ist mir zur zeit unklar was ich damit machen soll.
da hat mir mein bruder mit dem v8-montreal-motor einen floh ins ohr gesetzt, der mich alle tage bis in den traum verfolgt. kein spass ! bis ich den kopf frei habe, baue ich noch meinen "walter ss" fertig. ist ein lizenzbau vom fiat balilla 508 copa d oro. davon hat es nur ganz ganz wenige gegeben.
wieder zum alfa. wie gesagt, kein fun-car mit ami-v8, sondern ein authentischen, edlen 8-zylinder alfa-klassiker in royalblau mit senffärbigem leder und teppichen und breitere borranis eventuell mit zarten 1cm weisswandreifen, lackiertes armaturenbrett (ähnlich 190 sl) damit der chrom richtig raus kommt, lederoberteil. lassen wir die details besser ............
bezüglich nachbauten. was ich nicht für möglich gehalten habe, gibts auch bei uns im kleinen österreich. da gibts zwischen graz und wien zwei brüder, deren namen ich hier nicht nennen will, aber die haben sicher 100 oldtimer, und in england angeblich auch noch ein lager, aber richtige wo keiner unter 200.000,- wert ist. angefangen vom renn-alfa 6c mit touring-carrozzeria aus den 20ern, über bugatti-rennwagen wo es nur 3 stück gegeben hat über formel 1 rennwagen von den 30ern - 60er. diese autos mit history - einfach unglaublich.
beispielsweise alle steyr-rennwagen die es je gegeben hat. was es nicht gibt wurde oder wird nachgebaut, bis hin zum motorbloch u. kurbelwelle. originalgetreu bis ins detail. die lassen leute aus england kommen, beispielsweise von red-jolly oder so, die bauen nach und kopieren das die schwarten krachen.
der sohn fährt bei den bekanntesten historische rennen was es weltweit gibt. beispielsweise auch monte-carlo f1-history
absolut irre was es alles gibt .........
wie du sagst, mir kommt vor, und da täusche ich mich nicht, es kommen immer mehr autos der top-liga am markt. irgendwas ist da doch faul.
aber zum thema, ich will nur einen 2600er touring-spider aufbauen, der einfach noch schöner und besser ist wie der serienwagen und den es nur einmal geben soll.
 

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Hast recht

Finde deinen gedanken gut, was den Alfa betrifft, nur lass bitte die weisswandreifen weg. Das ist für mich der innbegriff des amerikanischen geschmackes. So ähnlich wie Hamburger, oder so.
Habe die bilder deines 2600 TS gesehen und bin fast neidisch geworden. Schönes Auto! Also lass dich nicht beirren und bau dein Auto, wie du es für richtig hälst, denn es ist dein Auto und du wirst es geniessen.
Habs mit meiner Giulietta auch so gemacht, obwohl mich alle verteufelt haben, weils nicht orginal war. Den Spass beim fahren, hatte aber ich und erstaunlicherweise, alle nicht Alfisti fanden ihn gut.
Alfistis sind schon ein eigenartiges Volk, wenn du es noch nicht kennengelernt hast, wirst es schon merken. Müssten eigentlich alles Deutsche sein, die meckern auch immer über alles, sind nie zufrieden und finden grundsätzlich jedes Haar und wenns noch so klein, ist in der Suppe.
Wird sicherlich ein tolles Auto.

Grüsse

Jörg
 
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